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Messe 'Internet für Alle in Ilsfeld' am 30.09.2001

Am Sonntag, den 30.09.2001 fand zwischen 11 Uhr und 18 Uhr im Rathaus in Ilsfeld die 1. IfA-Messe statt. Ziel dieser Veranstaltung war es den Bürgerinnen und Bürgern den Umgang mit dem Internet näher zu bringen und umfassend zu informieren. Vertreten waren deshalb unter anderem die Deutsche Telekom, der BDS, die Volksbank Beilstein-Ilsfeld-Abstatt und verschiedene Vereine aus der Region. Ebenso vertreten war die Anwaltskanzlei Dr. Zecher mit einem Stand, unter dem Motto 'Recht und Sicherheit im Internet'. Neben weitreichenden Informationen zu diesem Thema am Stand selber, hielt Rechtsanwalt Rapp einen Vortrag zu dem speziellen Thema 'Recht und Sicherheit beim Kauf im Internet'.

Messe 'Internet für Alle in Ilsfeld' am 30.09.2001

Der Grund, von den vielen Themen den Internet-Kauf herauszupicken, hatte mehrere Gründe. Zum einen ist das Internet mit einem Marktplatz vergleichbar. Dort trifft man sich, schwatzt, präsentiert und informiert sich - und vor allem werden Waren angeboten und verkauft. Interessant ist, dass das Internet, welches wir heute kennen, ursprünglich ein Informationsnetz des amerikanischen Verteidigungsministeriums war, welches dann im Lauf der Zeit sich geöffnet hat und zum heutigen weltweiten Datennetz wurde - Märkte haben sich übrigens auch meist in oder an befestigten Plätzen, also im Grunde militärischen Einrichtungen gebildet. Weiterer und wichtigerer Ansatzpunkt ist, dass die wesentlichste und häufigste Rechtshandlung sowohl im Internet als auch wohl im täglichen Leben der Austausch von Gütern - eben in Form des Kaufes - ist. Entsprechend groß war dann auch das Interesse an diesem Thema.

Messe 'Internet für Alle in Ilsfeld' am 30.09.2001

Zunächst wurde einmal klar gemacht, was aus juristischer Sicht der Kauf eigentlich ist: das Aufeinandertreffen von 'Angebot' und 'Annahme'. Dabei muss einem Laien zuerst klar gemacht werden, dass das 'Angebot' in der allgemeinen Sprache (Sonderangebot, Angebot der Woche) kein Angebot im juristischen Sinne ist, welches denjenigen rechtlich verpflichtet, der es ausspricht.

Nachdem das Zustandekommen eines Kaufvertrages gezeigt wurde, zeigte sich, dass jetzt erst die Probleme richtig losgehen: Was ist alles mit dem Kauf geregelt? Ort und Zeit der Lieferung, Zahlungsart und Fälligkeit, Garantieregelungen, Rückgaberechte usw. Da noch einige wesentliche Punkte gesetzlich nicht geregelt sind und auch nach der Umsetzung der 'E-Commerce-Richtlinie' (Richtlinie über den 'elektronischen Handel') der Europäischen Union durch den deutschen Gesetzgeber zum 1.1.2001 noch vieles offen und unklar ist, sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), welche die meisten Verträge auskleiden, von immenser Wichtigkeit. Es wurde daher deutlich gemacht, wie die AGB in die jeweilige Homepage eingebunden sein müssen, um überhaupt Wirksamkeit zu erlangen. Ferner wurde auf das Herkunftslandprinzip hingewiesen, welches besagt, dass nach dem 1.1.2001 das Recht des Herkunftslandes des Verkäufers gilt, sofern nicht im Vertrag etwas anderes beschlossen wurde. Achten Sie deshalb darauf, wo ihr Verkäufer seinen Geschäftssitz hat. Die deutsche Sprache oder die deutsche Internet-Adresse '.de' sind keine verlässlichen Anhaltspunkte. Nicht zuletzt wurde über die Möglichkeit, sich den Kopf aus der ungeliebten Schlinge so manchen Vertrages zu ziehen, dargestellt: Im Internet-Handel gelten vielfach Widerrufs-Rechte. Am Ende wurden die Zuhörer aber - trotz der vielfältigen und oft unübersichtlichen Regelungen und Folgen - ermutigt, sich dem Medium 'Internet' zu öffnen. Schließlich ist das 'ganz normale Offline-Leben' auch von unzähligen Gesetzen, Regeln und Pflichten bestimmt, so dass man getrost sagen kann: Keine Angst vor dem Internet.