Vorträge

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Weitere Vorträge / Veranstaltungen mehr

Aktuell

» Rechtsprechung

In Zukunft wollen wir auf dieser Seite versuchen, Sie noch besser, übersichtlicher und umfangreicher über ausgewählte Themengebiete zu informieren. Deshalb finden Sie in der oberen Hälfte den jeweils neuesten Beitrag eines Rechtsgebietes, in der unteren Hälfte befindet sich unser Archiv, in dem alle Beiträge gesammelt werden, in dem sich aber auch weitere wertvolle Tipps, Anleitungen und Beiträge befinden. Unser Archiv soll im Laufe der Zeit immer größer und somit zu einer Art virtueller Bibliothek werden.

Erbrecht:

Lauf der 10-Jahresfrist bei Vorbehalt eines Wohnrechts mehr

Familienrecht:

Umgang mit Haustier mehr

Arbeitsrecht:

Kein AGG-Verstoß bei Bewerbung auf "abgelaufene" Stellenanzeige mehr


Weitere Tipps, Tricks und Entscheidungen finden Sie im Archiv

Bankkonten

Wenn Sie in Ihrer Lebensgemeinschaft vorhaben, gemeinsam über Bankkonten zu verfügen zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten dazu:

Zunächst das eigene Konto mit Vollmacht für den anderen. Dabei behält jeder von Ihnen sein eigenes Konto, erteilt aber dem anderen Bankvollmacht. Das heißt, jeder ist Inhaber der Guthaben, haftet aber auch allein, wenn das Konto im Soll ist. Der andere kann auf Grund der erteilten Vollmacht Verfügungen treffen. Dabei wird aber der Umfang der Vollmacht nach außen hin, also gegenüber der Bank, meist größer sein als im Verhältnis zwischen den Partnern.

Darüber hinaus kann man auch gemeinsam ein Konto einrichten. Das ist durchaus in der Form möglich, dass sie auch nur gemeinsam über das Konto verfügen dürfen. Für den Sollstand des Kontos haften sie auch gemeinsam, und zwar jeder auf den ganzen Betrag. Das Ganze ist aber im Alltag ziemlich unpraktisch. Man kann ja nicht immer gemeinsam zur Bank gehen oder alle Schecks und Überweisungen gemeinsam unterschreiben. Deshalb wird das Konto in einem solchen Fall wohl im Allgemeinen als sog. Oderkonto geführt.

Das bedeutet, dass beide Partner entweder gemeinsam verfügen können oder jeder allein, eventuell sogar über das ganze Guthaben. Im Innenverhältnis, also zwischen den beiden, wird man im Allgemeinen davon ausgehen können, dass jeder zur Hälfte berechtigt ist, d.h., dass ein etwaiges Guthaben jedem zur Hälfte zusteht. Sie können zwar auch etwas anderes vereinbaren, das muss dann aber im Zweifelsfall bewiesen werden können. Wenn einer der beiden über das ganze Konto oder einen wesentlichen Teil verfügt, kann der andere von ihm einen Ausgleich verlangen.

Wem steht das Guthaben auf einem Oderkonto zu, wenn ein Partner stirbt? Die Antwort ist: zur Hälfte dem Überlebenden, die andere Hälfte den Erben des Verstorbenen. Denn die Regel, dass bei einem Oderkonto im Verhältnis der Partner zueinander jedem die Hälfte zusteht, wirkt über den Tod hinaus.

Dann treten die Erben an die Stelle des Verstorbenen. Wenn die Partner das anders wollen, können und müssen sie es ausdrücklich, am besten schriftlich, vereinbaren.