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Eigentümerversammlung auswärts oder am Ort der Wohnanlage?

Sachverhalt
Bei Kapitalanlage- oder Ferienobjekten wohnt oft die Mehrzahl der Wohnungseigentümer nicht in der Anlage oder in ihrer näheren Umgebung. Deshalb laden viele Verwalter zur Eigentümerversammlung an einen Ort, der in einiger Entfernung von der Wohnanlage liegt und für die auswärtigen Eigentümer leichter zu erreichen ist – etwa: Flughafenhotel in Frankfurt. Im vorliegenden Fall wehrt sich ein selbstnutzender Eigentümer gegen diese Praxis, indem er den auswärts zustande gekommenen Beschluss anficht.

Entscheidung
Das OLG Köln (6.1.2006 – 16 Wx 188/05) missbilligt die Bevorzugung der Kapitalanleger. Die Versammlung müsse an dem Ort stattfinden, an dem man sie billigerweise erwarten darf. Dies sei der nähere Umkreis der Wohnanlage. Auswärtige Eigentümer müssten von vorneherein mit einem längeren Anfahrtsweg rechnen. Die Eigentümer, die in der Wohnanlage wohnen, könnten hingegen darauf vertrauen, dass Versammlungen in der Nähe der Wohnanlage stattfinden.

Tipp
Eine „auswärtige“ Eigentümerversammlung kann durchaus sinnvoll sein. Wenn neunzehn von zwanzig Eigentümern in Bayern wohnen, wäre es unsinnig, die Eigentümerversammlung am Ort der Wohnanlage – etwa Baden-Baden – stattfinden zu lassen. In einem solchen Fall sollten die Eigentümer durch Vereinbarung oder Beschluss regeln, dass zukünftige Eigentümerversammlungen in Bayern stattfinden. Eine solche Regelung lässt das OLG Köln ausdrücklich zu.