Vorträge

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Weitere Vorträge / Veranstaltungen mehr

Aktuell

» Rechtsprechung

In Zukunft wollen wir auf dieser Seite versuchen, Sie noch besser, übersichtlicher und umfangreicher über ausgewählte Themengebiete zu informieren. Deshalb finden Sie in der oberen Hälfte den jeweils neuesten Beitrag eines Rechtsgebietes, in der unteren Hälfte befindet sich unser Archiv, in dem alle Beiträge gesammelt werden, in dem sich aber auch weitere wertvolle Tipps, Anleitungen und Beiträge befinden. Unser Archiv soll im Laufe der Zeit immer größer und somit zu einer Art virtueller Bibliothek werden.

Erbrecht:

Lauf der 10-Jahresfrist bei Vorbehalt eines Wohnrechts mehr

Familienrecht:

Umgang mit Haustier mehr

Arbeitsrecht:

Kein AGG-Verstoß bei Bewerbung auf "abgelaufene" Stellenanzeige mehr


Weitere Tipps, Tricks und Entscheidungen finden Sie im Archiv

Pfad: Aktuelles > Datenbank > Erbrecht > News > Miterben haben keinen Auskunftsanspruch

Miterben haben keinen Auskunftsanspruch

 

Miterben untereinander haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Auskunftserteilung über den Bestand des Nachlasses des Erblassers durch Vorlage eines Bestandsverzeichnisses zum Todestag

OLG Hamm v. 22.07.2014 - 10 U 17/14

 

Sachverhalt

 

Der Kläger war auf Grund gesetzlicher Erbfolge neben seinen drei Geschwistern Erbe der Mutter geworden.

Der Beklagte (ebenfalls Miterbe) hatte mit der Mutter zusammen im Haus gelebt.

Nach dem Tod der Mutter verlangte der Kläger vom Beklagten Auskunft über den Bestand des Nachlasses durch Vorlage eines Bestandsverzeichnisses zum Todestag.

 

Entscheidungsgründe

Das Gericht hat die Klage zurückgewiesen.

 

Miterben untereinander haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Auskunftserteilung.

Nach § 2027 BGB ist zwar der Erbschaftsbesitzer verpflichtet, den Erben über den Bestand der Erbschaft und den Verbleib der Erbschaftsgegenstände Auskunft zu erteilen.

Ein solcher Auskunftsanspruch kann auch unter Miterben bestehen.

Voraussetzung ist jedoch, dass der, gegen den sich das Auskunftsverlangen richtet, auch tatsächlich Erbschaftsbesitzer i.S. des § 2018 BGB ist.

Erbschaftsbesitzer ist nach § 2018 BGB, der aufgrund eines ihm in Wirklichkeit nicht zustehenden Erbrechts etwas aus der Erbschaft erlangt hat.

In tatsächlicher Hinsicht muss etwas erlangt worden sein, subjektiv muss ein Erlangungswille vorliegen.

Die Auskuftsverpflichtung aus § 2028 Abs. 1 BGB verpflichtet den Hausgenossen lediglich zur Offenlegung der Geschäfte, die der Hausgenosse seit dem Erbfall geführt hat. Für die Zeit vor dem Erbfall sind „erbschaftliche Geschäfte“ schon denknotwendig ausgeschlossen.