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Erbrecht:

Lauf der 10-Jahresfrist bei Vorbehalt eines Wohnrechts mehr

Familienrecht:

Umgang mit Haustier mehr

Arbeitsrecht:

Kein AGG-Verstoß bei Bewerbung auf "abgelaufene" Stellenanzeige mehr


Weitere Tipps, Tricks und Entscheidungen finden Sie im Archiv

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Gegenseitige Altersvorsorge

Keine wechselseitige Verpflichtung zur Altersvorsorge

Da Sie keine Ehe geschlossen haben, sind Sie rechtlich einander auch nicht für die notwendige Vorsorge für Alter und Erwerbsunfähigkeit verantwortlich. Bei einer Trennung gibt es auch keinen Versorgungsausgleich. (Der bedeutet, dass bei einer Ehescheidung die Anrechte und Anwartschaften, die jeder Ehegatte für den Fall des Alters und der Erwerbsunfähigkeit erworben hat, gleichmäßig geteilt werden).

Möglichkeiten der Vorsorge

Wenn Sie dennoch sich selbst oder Ihre/n Partner/In für das Alter oder für den Fall des Todes sichern wollen, sollten Sie dazu unbedingt eine Vereinbarung treffen. Das machen Sie aber nicht erst dann, wenn es kriselt, dann kommt sie mit Sicherheit nicht mehr zu Stande.

Es liegt nahe, hier zunächst an eine Lebensversicherung zu Gunsten Ihrer Partnerin zu denken, bei der Sie die laufenden Prämien bezahlen, die Partnerin dann aber bei Ihrem Tod die Versicherungssumme erhält. Wenn sie möglichst jung sind, ist die Prämie niedrig. Ein solcher Vertrag kann allerdings steuerlich problematisch sein: Wenn Sie die Versicherung auf Ihren Todesfall abschließen, muss Ihre überlebende Partnerin für die Versicherungssumme, die sie als Bezugsberechtigte erhält, Erbschaftssteuer bezahlen. Und weil sie in die ungünstigste Steuerklasse fällt – sie ist ja nicht Ehegattin oder sonstige Angehörige -, ist die Steuer sehr hoch. Die steuerlich beste Lösung ist die umgekehrte: Ihre Partnerin schließt die Versicherung ab, Sie sind versicherte Person. Dann gehört die bei Ihrem Tod auszuzahlende Versicherungssumme nicht zum Erbe und es fällt keine Erbschaftssteuer an. Wenn Sie allerdings die laufenden Prämien bezahlen, kann das Finanzamt dies als Schenkung an Ihre Partnerin ansehen und Schenkungssteuer erheben.

Steuerlich günstiger als eine Kapitallebensversicherung ist eine solche auf Rentenbasis. Dabei erhält der überlebende Partner eine im Versicherungsvertrag vereinbarte monatliche Rente.

Als weitere Möglichkeit einer Alterssicherung können Sie auch vereinbaren, dass Sie sich verpflichten, einen Teil Ihrer Rente oder Pension an den anderen Partner zu zahlen. Das ist allerdings nur eine schwache Sicherung, weil die Zahlung nach Ihrem Tod ja entfällt.

Falls vorhanden, kann auch die Überlassung eines Hausgrundstücks/einer Eigentumswohnung an den anderen gegen dessen Verpflichtung zu lebenslänglicher Pflege und Einräumung eines Wohnrechts bei Sicherung im Alter dienen.

Der eine hat dann die Gewähr, dass er bei Pflegebedürftigkeit versorgt wird, der andere hat eine wirtschaftliche Sicherung für das eigene Alter.