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Erbrecht:

Lauf der 10-Jahresfrist bei Vorbehalt eines Wohnrechts mehr

Familienrecht:

Umgang mit Haustier mehr

Arbeitsrecht:

Kein AGG-Verstoß bei Bewerbung auf "abgelaufene" Stellenanzeige mehr


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Pfad: Aktuelles > Datenbank > Familienrecht > Trennung/Scheidung > Trennung: Getrenntleben

Trennungszeitraum: Begriff Getrenntleben

Dem Trennungszeitraum kommt bei einer Scheidung eine besondere Bedeutung zu. Zunächst hat er Bedeutung für die Frage der elterlichen Sorge und des Umgangsrechtes, weil eine Machtposition zwischen den Eltern aufgebaut werden könnte. In solchen Fällen kann das Jugendamt eine erste Hilfestellung geben. Darüber hinaus hat der Trennungszeitraum auch mittelbar besondere Bedeutung für die Frage der Vermögensauseinandersetzung, den Zugewinn – nahezu für alles.

Mit dem ggf. genau festzuhaltenden Trennungszeitpunkt beginnt auch die 3-Jahres-Frist nach § 1385 BGB für eine Klage auf vorzeitigen Zugewinnausgleich.

Auch erbrechtlich sind oft Gesichtspunkte von dramatischer Auswirkung zu beachten. Auch besteht ggf. Handlungsbedarf hinsichtlich der Bezugsberechtigung von Lebensversicherungen und beispielsweise hinsichtlich eines Testamentes, das ggf. widerrufen oder sofort gefertigt werden muss. Das Gleiche gilt natürlich auch für den Erbvertrag, von dem man evtl. zurücktreten muss.

Der Trennungszeitraum beginnt mit der Trennung und endet erst mit der rechtskräftigen Scheidung. Nicht vorher. Der Begriff des Getrenntlebens ist in § 1567 I 1 BGB gesetzlich geregelt.

Die beiden Eheleute leben voneinander getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft mehr besteht und einer der Ehegatten die eheliche Lebensgemeinschaft ablehnt.

Man kann auch innerhalb der ehelichen Wohnung voneinander getrennt leben. Die Parteien leben spätestens mit dem Tage des Auszuges aus der gemeinsamen Wohnung voneinander getrennt. Anhaltspunkt dafür ist auch, dass sich ein Ehegatte einem anderen Partner zugewandt hat und mit diesem zusammenzieht.

Es ist möglich, innerhalb der ehelichen Wohnung voneinander getrennt zu leben. Dies bedeutet, dass sich die Ehegatten ausschließlich um sich selbst sorgen. Die Ehefrau darf daher dem Ehemann das Essen nicht mehr zubereiten, es sollte keinen gemeinsamen Kühlschrank geben. Sie müssen so leben, als ob sie nichts miteinander zu tun hätten. Jedoch bereitet es für den Fall, dass der scheidungsunwillige Ehegatte das Getrenntleben bestreitet, erhebliche Beweisschwierigkeiten, die im Interesse der scheidungswilligen Partei vermieden werden sollten. Es kann daher in problembehafteten Fällen durchaus empfehlenswert sein, sogar aus dem eigenen Haus oder aus der eigenen Wohnung auszuziehen, um die Voraussetzungen des Getrenntlebens und damit die der Scheidung nachweisen zu können.