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Einbau neuer Gegenstände kann Herstellungsaufwand sein

Wird eine vermietete Wohnung nach Erwerb instandgesetzt, hängt die Behandlung der Instandsetzungskosten als Herstellungsaufwand oder als sofort abziehbarer Erhaltungsaufwand entscheidend davon ab, ob das Gebäude durch sie eine wesentliche, über den Zustand bei Erwerb bestehende Verbesserung erfährt (§ 255 II HGB). Eine solche wesentliche Verbesserung liegt bei einem Wohngebäude immer dann vor, wenn der Gebrauchswert des Gebäudes durch die Baumaßnahmen von einem sehr einfachen auf einen mittlerern oder von einem mittleren auf einen sehr anspruchsvollen Standard gehoben wird. Voraussetzung ist dabei, daß mindestens drei der Kernbereiche der Ausstattung einer Wohnung (z.B. Heizung, Elektroinstallation, Sanitärinstallation, Fenster) von Grund auf erneuert werden.

In einem Urteil vom 20.08.2002 hat der BFH nunmehr entschieden, daß auch Aufwendungen für den Einbau neuer Gegenstände in vorhendene Installationen (im Streitfall ging es um eine Elektroinstallation mit Klingelanlage) nur dann zu Herstellungskosten führen können, wenn sie zu einer wesentlichen Verbesserung führen, sie jedoch nicht bereits unter dem Gesichtspunkt einer eventuellen Erweiterung als Herstellungskosten anzusehen sind. Das Merkmal der Erweiterung (§ 255 II 1 HGB) tritt insoweit hinter das der wesentlichen Verbesserung zurück, so daß eine wesentliche Verbesserung nur durch eine Erweiterung des Nutzungswertes und damit idR nur durch den Einbau von Gegenständen zu erreichen ist, die bisher so nicht vorhanden waren. Die Erweiterung einer vorhandenen Anlage (z.B. durch Einbau zusätzlicher Wasch- und Duschgelegenheiten) ist daher allein unter dem Aspekt der wesentlichen Verbesserung zu beurteilen.