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Hist. Entwicklung des Gebäudes

Das ca. aus dem Jahre 1825 stammende Gebäude wurde von dem späteren Eigentümer Jakob Schlatterer, nach dem verheerenden Brand, der in Ilsfeld am 4.8.1904 wütete, neu aufgebaut und ist Bestandteil einer aus drei Häusern bestehenden "Häuserzeile":

  • Neben dem Gebäude 56 befindet sich das ursprüngliche "Bürgermeisterhaus" (Bürgermeister Theurer);
  • das weiter westlich gelegene Gebäude 60, das die Häusergruppe abschließt, stand ursprünglich im Eigentum des Kaufmanns Bühler.

Die Frontlänge der drei Häuser beträgt 42 m (vor dem Brand 45 m) und bedurfte im Jahre der Erstellung nach § 10 Ortsbaustatus einer Ausnahmegenehmigung. Schon zum damaligen Zeitpunkt wiesen alle drei Gebäude durch ihre äußere Gestaltung am ehesten den Charakter einer städtischen Wohnanlage auf, was durch das in der Mitte stehenden Wohnhaus des Bürgemeisters unterstrichen wurde.

Kennzeichnend für das Gebäude 56 ist das an den Fenstern und Türen angebrachte Sandsteingewand; ebenso besteht das Sockelgeschoß aus Sandsteinen. Im Innenbereich muß die über 90 Jahre alte Treppe im Jungendstil erwähnt werden, die im Zusammenwirken mit Architekt und Handwerkern voll erhalten werden konnte. Der vorgefundene Keller diente ursprünglich als Wein- und Eiskeller, später als Heizöllager; während des II. Weltkriegs wurde er als Luftschutzkeller benutzt. Im Zuge der Bauarbeiten wurde im Bereich des ehemaligen Treppenabgangs zur König-Wilhelm-Straße eine Mine gefunden, die entschärft werden mußte.

Geplant wurde das Gebäude 56 von den Architekten Graf und Röckle, die Planungen selbst gingen jedoch auf einen "Siegerentwurf" aus einem Gestaltungswettbewerb der Professoren Schmohl und Stählin zurück.

Das Gebäude diente ursprünglich als Bäckerei mit Gasthaus unter dem Namen "Restauration zur Sonne" und wurde mehrfach baulich verändert. So wurde der ursprüngliche Eingang zur Gaststätte an der Ecke König-Wilhelm-Straße / Kirchstraße geschlossen, ebenso der seitlich Eingang an der König-Wilhelm-Straße. Entlang der Kirchstraße wurde des Gebäude im Jahre 1947 aufgestockt. Bereits davor wurde der Erker mit Fenstern versehen.

Betrieben wurden Gaststätte und Bäckerei durch den Erbauer Jakob Schlatterer und dessen Ehefrau. Nachfolger waren die Eheleute Wilhelm und Karoline Michelfelder, geb. Schlatterer, Tochter und Schwiegersohn der Gründer.

Ca. im Jahre 1935 wurden Gaststätte und Bäckerei geschlossen. Das Gebäude  diente anschließend als "Nudelfabrik". 1947 wurde das Gebäude umgebaut. Betroffen von den Umbaumaßnahmen waren zum damaligen Zeitpunkt die im Erdgeschoß befindliche Betriebsstätte sowie das 2. Obergeschoß, das neben mehreren Schlafräumen einen Mehllagerraum mit Lastenaufzug und Siebmaschine erhielt.

Nach dem Tode des W. Michelfelder übernahm dessen Erbe Friedrich Michelfelder - zusammen mit dessen Schwägerin Irma Michelfelder - die Nudelfabrik und führten sie gemeinsam weiter.

Am 15.04.1978 wurde der Betrieb der Nudelfabrik abgemeldet. Die Räumlichkeiten der früheren "Nudelfabrik" (EG) wurden fortan zeitweise verpachtet, die übrigen Räumlichkeiten als Wohnraum genutzt. Zuletzt war im Erdgeschoß ein Bräunungsstudio eingerichtet, während das 1. Obergeschoß als Wohnung dem Friedrich Michelfelder diente.

Von der jetzigen Eigentümerin, Frau Gudrun Zecher, wurde das Gebäude Mitte 1994 käuflich erworben. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Schieckel aus Ilsfeld-Auenstein wurde das Haus vollständig renoviert und in ein Bürogebäude für Rechtsanwälte und Steuerberater umgebaut. Bei den Umbaumaßnahmen mußten verschiedene Auflagen der Baurechtsbegörde (Denkmalamt) berücksichtigt werden. Im Zuge der Renovierungsarbeiten stellt die über fünf Geschosse zu verändernde Tragkonstruktion unter Berücksichtigung der Außengeometrie eines der Hauptpunkte der baulichen Maßnahmen dar, während die eingebauten Gauben zur König-Wilhelm-Straße und die Farbgebung das äußere Bild des Gebäudes prägen.

Die knapp einjährige Umbauphase zeigtê, daß alle am Bau Beteiligten sich äußerst "kooperativ" zeigten und somit eine rasche Fertigstellung - trotz einiger Widrigkeiten - ermöglichten.

Neben dem Dank für Architekt und Handwerker sind auch die öffentlichen Träger, wie die Gemeinde Ilsfeld (Bürgermeisteramt) mit Gemeinderat und das Landratsamt Heilbronn als Baurechtsbehörde zu erwähnen, die sich dem Bauvorhaben gegenüber sehr aufgeschlossen zeigten und auch unkonventionellen Lösungen nicht im Wege standen.