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Pendlerpauschale gilt auch für Fahrgemeinschaften

Bei der Steuererklärung für das Jahr 2001 ist für Berufspendler erstmals die neue verkehrsmittel-unabhängige Entfernungspauschale anstelle der gewohnten Kilometerpauschale anzusetzen. Diese wurde Ende 2000 in das EStG eingefügt. Ergänzend wurde vom Bundesfinanzministerium eine 12 Seiten umfassende Regelung zu den meisten Zweifelsfragen veröffentlicht. Sie bezieht sich auf die Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (§ 9 I Nr.4 EStG) und für Familienheimfahrten im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung.

Die Entfernungspauschale ist unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel zu gewähren, so daß es nicht auf die Höhe der tatsächlichen Aufwendungen ankommt. Die Entfernungspauschale gilt also auch bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, wobei die obere Grenze 10.000 DM (ab 2002: 5112 Euro) beträgt. Ausgenommen von der Pauschale sind Flugstrecken, nicht dagegen An- und Abfahrt zu den Flughäfen.

Für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte beträgt die Entfernungspauschale für jeden der ersten 10 Kilometer jeweils 0,70 DM (ab 2002: 0,36 Euro) und für jeden weiteren Kilometer 0,80 DM (ab 2002: 0,40 Euro).

Faustformel:
Zahl der Arbeitstage x Entfernungskilometer x Entfernungspauschale

Maßgeblich für die Bestimmung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist die kürzeste Straßenverbindung. Bei der Benutzung eines Kraftfahrzeugs kann dann eine andere als die kürzeste Straßenverbindung zugrunde gelegt werden, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist und vom Arbeitnehmer regelmäßg benutzt wird. Verkehrsgünstiger ist eine Strecke, wenn der Arbeitnehmer die Arbeitsstätte in der Regel schneller und pünktlicher erreicht.

Bei Fahrgemeinschaften wird unabhängig von ihrer Ausgestaltung jedem Teilnehmer der Fahrgemeinschaft die Entfernungspauschale gewährt. Bei wechselseitigen Fahrgemeinschaften greift jedoch der Höchstbetrag für die Entfernungspauschale für die Mitfahrer der Fahrgemeinschaft an den Arbeitstagen, an denen sie ihren Kraftwagen nicht einsetzen. Zunächst kann also die (begrenzte) Entfernungspauschale für die Tage berechnet werden, an denen der Arbeitnehmer mitgenommen wurde. Anschließend ist die (unbegrenzte) Entfernungspauschale für die Tage zu ermitteln, an denen der Arbeitnehmer seinen eigenen Kraftwagen benutzt hat. Beide Beträge ergeben die insgesamt anzusetzende Pauschale. Bei Fahrgemeinschaften, bei denen nur ein Teilnehmer sein Kraftfahrzeug einsetzt, kann dieser die Entfernungspauschale ohne Begrenzung auf den Höchstbetrag für seine Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz geltend machen. Eine Umwegstrecke zur Abholung anderer Mitfahrer ist nicht anzusetzen.