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Glaubwürdigkeit von Pfälzern

LG Mannheim, Urteil vom 23.01.1997

Steht in einem Strafverfahren wegen falscher uneidlicher Aussage der bestreitenden Einlassung des Angeklagten die Aussage eines - einzigen - Belastungszeugen (hier: über die Frage, ob der Angeklagte dem Zeugen, seinem Arbeitnehmer, anläßlich eines Vier-Augen-Gesprächs beantragten Urlaub genehmigt hat oder nicht) gegenüber und sind keine Indizien erkennbar, die entgegen der bestreitenden Einlassung des Angeklagten die Angaben des Zeugen stützen könnten, hat ein Freispruch mangels Beweises jedenfalls dann zu erfolgen, wenn der Zeuge ein erhebliches - materielles - Interesse daran hat, seine Aussage als wahr gewürdigt zu wissen und auch ansonsten Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Zeugen bestehen.

Der Zeuge kam aus der Pfalz. Interessant ist, wie das Gericht hier die Glaubwürdigkeit beurteilte. Da sich der chronische Unfleiß der Pfälzer naturgemäß erschwerend auf ihr berufliches Fortkommen auswirke, versuchten sie, sich anderweitig 'durchzuwursteln' und bei jeder Gelegenheit durch irgendwelche Tricks 'Pekuniäres' für sich herauszuschlagen. Dabei schreckten sie auch nicht davor zurück, jemanden vor Gericht 'in die Pfanne zu hauen'. Diese Eigenart der Pfälzer mache sie als Zeugen wenig glaubwürdig, weshalb man in einem solchen Fall auf einen Freispruch mangels Beweises hoffen kann, stellte das LG Mannheim fest.