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Erbrecht:

Lauf der 10-Jahresfrist bei Vorbehalt eines Wohnrechts mehr

Familienrecht:

Umgang mit Haustier mehr

Arbeitsrecht:

Kein AGG-Verstoß bei Bewerbung auf "abgelaufene" Stellenanzeige mehr


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Übersicht über den Ablauf eines Scheidungsverfahrens

Damit eine Ehe geschieden werden kann, müssen die Ehegatten im Regelfall eine einjährige Trennungszeit einhalten. Nach Ablauf des Jahres kann die Ehe geschieden werden. Es handelt sich bei chronologischer Betrachtungsweise um

a) den Zeitraum der Trennung,
b) die Scheidung bei Gericht sowie
c) den nachehelichen Zeitraum.

Für den Zeitraum von der Trennung bis zur Scheidung haben die Eheleute oft keine Regelungen getroffen. Vieles bleibt dann dem Zufall überlassen, obwohl ein dringendes Regelungsbedürfnis, auch aus vorbeugenden Gründen, besteht. Weil dies die Parteien jedoch nicht erkennen, nehmen sie anwaltlichen Rat nicht in Anspruch, oft zum eigenen Nachteil. Der Schaden wird oft auch später nicht erkannt und ist dann kaum wieder gutzumachen. Die fachgerechte Beachtung und Bearbeitung der nachstehenden Prüfungs- und Empfehlungskriterien reduziert die Fehlerwahrscheinlichkeit auf ein geringes Maß. Bei optimaler Anwendung der Liste können die dahinter verborgenen Probleme erkannt und die ansonsten unvermeidbaren Fehler ausgeschlossen werden. Die unzureichende Beachtung erhöht in überproportionalem Maße die Schadenswahrscheinlichkeit.

Im Regelfall sollten zwischen den Eheleuten für den Trennungszeitraum zumindest folgende Positionen geklärt sein:

  • Elterliche Sorge
  • Umgangsrecht
  • Kenntnis der Einkommen zur Berechnung von
    Kindes- und Ehegattenunterhalt
  • Kindesunterhalt
  • Weiterbedienung der Verbindlichkeiten
  • Ausgleichsanspruch nach § 426 BGB
  • Kontovollmachten kündigen
  • Ehegattenunterhalt
  • Vorsorgeunterhalt
  • Ehewohnung und Nebenräume
  • Neuregelung von Nutzung und Verwaltung von
    Wohnungseigentum / eines Hauses
  • Hausrat (Nutzung)
  • Vorzeitiger Zugewinnausgleich
  • Prozesskostenvorschuss
  • Erbrechtliche Fragen
  • Kontenklärung (Versorgungsausgleich)
  • Lohnsteuerrückerstattung / Einkommenssteuervorauszahlung
  • Offenbarungspflicht über die Änderung der Einkommens- und
    der sonstigen Verhältnisse
  • Versicherungsrechtliche Fragen
  • Sonstiges

Für den nachehelichen Zeitraum sollte gedacht werden an:

  • Elterliche Sorge
  • Umgangsrecht
  • Auskunftsverpflichtung zur Berechnung von Kindes- und
  • Ehegattenunterhaltsansprüchen
  • Kindesunterhalt
  • Verbindlichkeiten
  • Ehegattenunterhalt
  • Ende der Unterhaltsverpflichtung
  • Vorsorgeunterhalt
  • Realsplitting
  • Ehewohnung
  • Hausrat
  • Zugewinnausgleich
  • Ausgleichsanspruch nach § 426 BGB
  • Vermögensauseinandersetzung
  • Gesamtschuldnerausgleich
  • Gemeinsames Girokonto
  • Versorgungsausgleich
  • Erbrechtliche Fragen
  • Vollstreckungsunterwerfung
  • Offenbarungspflicht über die Änderung der
    Einkommens- und der sonstigen Verhältnisse
  • Versicherungsrechtliche Fragen
  • Sonstiges

Bei oberflächlicher Betrachtungsweise hat der Laie den Eindruck, die Dinge würden „doppelt“ geregelt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Gelegentlich sind jedoch der Inhalt der Regelung für den Zeitraum des Getrenntlebens und der für den nachehelichen Zeitraum ähnlich. Dies betrifft insbesondere die Frage der elterlichen Sorge sowie die des Umgangsrechtes.

Daher finden sich Ausführungen über die elterliche Sorge sowie das Umgangsrecht nur für den Zeitraum des Getrenntlebens. Die Ausführungen gelten jedoch auch für den nachehelichen Zeitraum. Darüber hinaus gibt es aber noch viele andere Positionen, die kritisch „an“zudenken und in ihrer Konstellation „zu Ende“ zu denken sind, um die Gefahrpotentiale zu erschließen und die Chancen wahrzunehmen.