Vorträge

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Weitere Vorträge / Veranstaltungen mehr

Aktuell

» Rechtsprechung

In Zukunft wollen wir auf dieser Seite versuchen, Sie noch besser, übersichtlicher und umfangreicher über ausgewählte Themengebiete zu informieren. Deshalb finden Sie in der oberen Hälfte den jeweils neuesten Beitrag eines Rechtsgebietes, in der unteren Hälfte befindet sich unser Archiv, in dem alle Beiträge gesammelt werden, in dem sich aber auch weitere wertvolle Tipps, Anleitungen und Beiträge befinden. Unser Archiv soll im Laufe der Zeit immer größer und somit zu einer Art virtueller Bibliothek werden.

Erbrecht:

Lauf der 10-Jahresfrist bei Vorbehalt eines Wohnrechts mehr

Familienrecht:

Umgang mit Haustier mehr

Arbeitsrecht:

Kein AGG-Verstoß bei Bewerbung auf "abgelaufene" Stellenanzeige mehr


Weitere Tipps, Tricks und Entscheidungen finden Sie im Archiv

Pfad: Aktuelles > Datenbank > Familienrecht > Trennung/Scheidung > Trennung: Umgangsrecht

Trennungszeitraum: Das Umgangsrecht

Der Elternteil, bei dem sich das Kind nicht regelmäßig aufhält, hat grundsätzlich ein Recht auf Umgang mit dem Kind. Dieses Recht nennt man Umgangsrecht oder Besuchsrecht.

Das Umgangsrecht ist der Ausdruck fortbestehender elterlicher Verantwortung und bedeutet nicht nur das Recht des Kindes, den anderen Elternteil zu sehen und zu besuchen, sondern auch das Recht des Elternteils, das Kind zu sehen. Es dient dem Zweck, sich von dem körperlichen und geistigen Befinden des Kindes und seiner Entwicklung durch Augenschein und gegenseitige Aussprache fortlaufend zu überzeugen, die verwandtschaftliche Beziehung zum Kind aufrechtzuerhalten und einer Entfremdung vorzubeugen. Auch soll dem Liebesbedürfnis beider Teile Rechnung getragen werden.

Grundsätzlich gilt: Je großzügiger man mit dem Umgangsrecht umgeht, desto eher handelt man im Interesse eines Kindes. Es gibt jedoch keine festen Regeln. Häufig praktizierte, aber unverbindliche Regeln sind für Kinder im Alter von 6-14 Jahren: jedes zweite Wochenende, jeweils der zweite Weihnachts-, Oster- und Pfingsttag sowie ein Zeitraum von zwei bis drei Wochen in den Sommerferien und jeweils die Hälfte der Ferien. Bei jüngeren Kindern kommt oft nur ein Besuchstag alle zwei Wochen in Frage, bei Kindergartenkindern stundenweise ohne Übernachtung.

Sofern die Elternteile weit voneinander entfernt wohnen, kann der Besuch dafür länger andauern.

Anders kann es jedoch in den Fällen sein, in denen der Vater – meist halten sich die Kinder bei der Mutter auf – sich häufig selbst persönlich während der „guten Zeiten der Ehe“ um die Kinder gekümmert hat. Dann verlangt die besonders enge Beziehung zum Kind nach einer großzügigeren Besuchsregelung.

Die Wünsche der Kinder sind immer vorrangig zu berücksichtigen. Stellen Sie Ihre eigenen Interessen zurück. Es soll nie über den Willen und das Wohl des Kindes hinweg entschieden werden.

Der Elternteil, der das Besuchsrecht wahrnimmt, sollte das Kind bei dem anderen Elternteil abholen und es auch wieder zurückbringen. Noch sinnvoller ist es, wenn auch der das Sorgerecht ausübende Elternteil das Kind zu dem anderen Elternteil bringt, da das Kind unter diesen Umständen sehr viel eher psychisch entlastet ist. Solche Verhaltensweisen sollte das Kind als normal empfinden können.

Sofern die Elternteile in großer Entfernung voneinander leben, ist es im Regelfall so, dass das Kind von dem Elternteil abgeholt und zurückgebracht wird, der das Besuchsrecht wahrnimmt.