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Unterhalt während der Ehe

Von großer Bedeutung ist der Unterhaltsanspruch.

1. Anspruch auf Familienunterhalt

Ehepartner haben eine wechselseitige Unterhaltsverpflichtung. Es besteht Anspruch auf sog. Familienunterhalt. Er umfasst den Bedarf für die gesamte Familie einschließlich den der Kinder.

Das Gesetz lautet in § 1360 BGB: Die Ehegatten sind einander verpflichtet, durch ihre Arbeit und mit ihrem Vermögen die Familie angemessen zu unterhalten. Ist einem Ehegatten die Haushaltsführung überlassen, so erfüllt er seine Verpflichtung, durch Arbeit zum Unterhalt der Familie beizutragen, in der Regel durch die Führung des Haushaltes.

Daraus folgt insbesondere:

  • Es besteht eine feste Unterhaltsverpflichtung. Diese ist nicht abdingbar und kann nicht einmal durch Ehevertrag aufgehoben werden.
  • Der Unterhalt wird erbracht sowohl durch Geldzahlung, als auch durch Naturalunterhalt.
  • Erwerbstätigkeit und Haushaltsführung sind gleichwertige Leistungen.
  • Der Anspruch auf Familienunterhalt besteht, solange die Eheleute zusammenleben.

2. Wer leistet welchen Unterhaltsbeitrag?

Art und Umfang der Beitragsverpflichtung richtet sich nach der Aufgabenverteilung.

Es ist den Eheleuten überlassen, wer den Haushalt führt und wer einer Erwerbstätigkeit nachgeht. Das Gesetz macht dazu keine Vorschriften. Nur ein rechtlicher Rahmen wird vorgegeben. Danach haben sich in der Bevölkerung folgende Ehetypen herausgebildet:

Die Hausfrauenehe:
Dabei entscheiden sich die Eheleute dafür, dass einer von ihnen ausschließlich den Haushalt führt und die Kinder versorgt. Der andere Ehegatte verdient das Geld. Vor Jahren war diese Art des Zusammenlebens die Regel. Meist führten die Ehefrauen den Haushalt und versorgten die Kinder, während der Ehemann erwerbstätig war. Man nennt dies eine Hausfrauenehe. Vereinzelt einigen sich die Eheleute aber auf einen Rollentausch. Der Ehemann führt den Haushalt, während die Ehefrau das Geld verdient. Dann spricht man von einer sog. Hausmannehe.

Doppelverdienerehe:
Bei einer Doppelverdienerehe gehen beide Eheleute einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit nach. Die Haushaltsführung wird zwischen ihnen irgendwie aufgeteilt. Soweit Kinder vorhanden sind, werden diese von den Eltern, Großeltern oder sonst fremd betreut.

Zuverdienerehe:
In einer Zuverdienerehe ist einer der Ehegatten voll erwerbstätig. Der andere Ehegatte ist nur teilweise erwerbstätig, hat eine Nebentätigkeit und verdient Geld hinzu. Die Haushaltstätigkeit und Kinderbetreuung wird zumeist von dem Ehegatten übernommen, der nur teilweise erwerbstätig ist.

Fazit:
Wie sich die Eheleute letztlich verständigen und wie sie es in ihrer persönlichen Ehe handhaben möchten, ist ihre höchst persönliche Entscheidung. Sie werden den Weg suchen, bei dem sie ihre Vorstellung von der Lebensgemeinschaft am besten verwirklicht sehen.