Vorträge

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Weitere Vorträge / Veranstaltungen mehr

Aktuell

» Rechtsprechung

In Zukunft wollen wir auf dieser Seite versuchen, Sie noch besser, übersichtlicher und umfangreicher über ausgewählte Themengebiete zu informieren. Deshalb finden Sie in der oberen Hälfte den jeweils neuesten Beitrag eines Rechtsgebietes, in der unteren Hälfte befindet sich unser Archiv, in dem alle Beiträge gesammelt werden, in dem sich aber auch weitere wertvolle Tipps, Anleitungen und Beiträge befinden. Unser Archiv soll im Laufe der Zeit immer größer und somit zu einer Art virtueller Bibliothek werden.

Erbrecht:

Lauf der 10-Jahresfrist bei Vorbehalt eines Wohnrechts mehr

Familienrecht:

Umgang mit Haustier mehr

Arbeitsrecht:

Kein AGG-Verstoß bei Bewerbung auf "abgelaufene" Stellenanzeige mehr


Weitere Tipps, Tricks und Entscheidungen finden Sie im Archiv

Pfad: Aktuelles > Datenbank > Familienrecht > News > Unterhaltsbegrenzung

Unterhaltsbegrenzung nach 20-jähriger Ehe

Die Ehe der um Unterhalt streitenden Parteien ist nach mehr als 20 Jahren geschieden worden. Aus der Ehe ist ein inzwischen volljähriges Kind hervorgegangen. Die unterhaltsberechtigte Ehefrau, die eine Erwerbstätigkeit ausübt, hat im Zuge der Trennung den Miteigentumsanteil des Ehemannes am gemeinsamen Haus erworben und wohnt seitdem in der Immobilie. Sie verlangt erfolglos Aufstockungsunterhalt.

Das OLG hat hier entschieden:
Auch wenn die Dauer der Ehe und der Kindererziehung 20 Jahre übersteigt, ist eine zeitliche Begrenzung des Unterhaltsanspruchs der Ehefrau gemäß § 1573 Abs. 5 BGB geboten. Voraussetzung dafür ist, dass diese keine ehebedingten Nachteile in ihrer beruflichen Stellung trotz ehebedingter Unterbrechung ihrer Berufstätigkeit hatte und auf Grund ihres Vermögens in der Lage ist, ihren ehelichen Lebensstandard zu sichern.

Wichtig:
Ein unbegrenzter Unterhaltsanspruch bei langer Ehedauer beruht auf der mit der Ehedauer bzw. Kinderbetreuung zunehmenden Verflechtung und Abhängigkeit der Lebensverhältnisse und auf dem sich verfestigenden Gefühl der wirtschaftlichen Absicherung durch den Unterhalt. Das war hier nicht der Fall. Die Ehefrau hat nach der Scheidung eine Erwerbstätigkeit in ihrem Beruf aufgenommen. Das Einkommen hätte sie auch ohne die Ehe erzielen können. Zudem wird ihre Teilhabe am höheren Einkommensniveau der Ehe im angemessenen Rahmen dadurch dauerhaft gesichert, dass sie ihr Haus fast abbezahlt hat.

Hinweis:
Die Dauer der Ehe ist nur bedeutsam, wenn eine wirtschaftliche Verflechtung zwischen den Eheleuten bestand und dadurch eine Abhängigkeit des einen von dem anderen begründete. Es kommt darauf auf, wann die Verflechtung so verdichtet ist, dass der Bedürftige eine Unterhaltsgarantie für die Zukunft und damit einen ungekürzten Unterhalt erhalten muss.