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In Zukunft wollen wir auf dieser Seite versuchen, Sie noch besser, übersichtlicher und umfangreicher über ausgewählte Themengebiete zu informieren. Deshalb finden Sie in der oberen Hälfte den jeweils neuesten Beitrag eines Rechtsgebietes, in der unteren Hälfte befindet sich unser Archiv, in dem alle Beiträge gesammelt werden, in dem sich aber auch weitere wertvolle Tipps, Anleitungen und Beiträge befinden. Unser Archiv soll im Laufe der Zeit immer größer und somit zu einer Art virtueller Bibliothek werden.

Erbrecht:

Lauf der 10-Jahresfrist bei Vorbehalt eines Wohnrechts mehr

Familienrecht:

Umgang mit Haustier mehr

Arbeitsrecht:

Kein AGG-Verstoß bei Bewerbung auf "abgelaufene" Stellenanzeige mehr


Weitere Tipps, Tricks und Entscheidungen finden Sie im Archiv

Vollmachten

Es kann sinnvoll sein, für bestimmte Bereiche des gemeinsamen Lebens über die Erledigung der Alltagsdinge hinaus dem Lebensgefährten Vollmachten zu erteilen. Sie können eine umfassende Vollmacht erteilen (Generalvollmacht) oder für einzelne Bereiche (Postvollmacht, Vollmacht bezüglich des Mietverhältnisses usw.). Im letzteren Falle ist es nützlich, möglichst genau den Bereich anzugeben, für den die Vollmacht erteilt werden soll. Je nachdem kann Ihr Partner Sie dann auch nur in diesem Umfang vertreten.

Die Vollmacht kann grundsätzlich formfrei erteilt werden, besser ist aber, schon aus Gründen der Klarheit und der Erleichterung der Beweisführung im Streitfall, dass sie schriftlich abgefasst wird. Wenn Sie außerdem möchten, dass Ihr Partner, den Sie mit Ihrer Vertretung beauftragen, nur Ihnen gegenüber zur Rechenschaft darüber verpflichtet ist, was er für Sie verfügt, dann sollten Sie dies in der Vollmachtsurkunde ebenfalls ausdrücklich regeln. Andernfalls könnten unter Umständen Ihre Erben von Ihrem Partner Ersatz verlangen, wenn er beispielsweise Verfügungen zu Lasten Ihres Kontos getroffen hat.

Wenn Sie Vertrauen zueinander haben, ist eine wechselseitige Bankvollmacht wichtig. Sie ermöglichen sich damit gegenseitig zu Verfügungen über Ihr Konto. Die Banken halten dafür eigene Formulare bereit.

Klären Sie mit Ihrem Partner, wie weit sie gehen sollen, ob sie also z.B. nur für das Girokonto oder auch für Sparkonten gilt. Allerdings schützt Sie das nicht vor vielleicht unliebsamen Überraschungen, wenn Sie Ihre Kontoauszüge zu Gesicht bekommen. Sie können im Allgemeinen die Bank nicht verantwortlich machen, wenn Ihr Partner entgegen der Absprache zwischen Ihnen zuviel oder unberechtigt Geld abhebt. Nur von ihm können sie dann vielleicht Ersatz verlagen.

Eine Gesundheitsvollmacht bedeutet die Erteilung der Befugnis an den/die Partner/in, die Einwilligung in ärztliche, ambulante oder stationäre Behandlung zu erteilen, falls ich dazu selbst nicht in der Lage sein sollte (Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit). Die Vollmacht sollte die Bereiche, auf die sie sich erstrecken soll, möglichst genau bezeichnen. Die Vollmacht sollte auch die Erklärung enthalten, dass der Arzt gegenüber dem/der Partner/in von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden wird. In einem Notfall braucht ein Arzt keine Einwilligung des Patienten. In allen anderen Fällen aber darf er eine Behandlung ohne dessen Zustimmung nicht vornehmen. Es kann deshalb wichtig sein, selbst darüber zu bestimmen, ob ein Mensch, dem ich vertraue, stellvertretend für mich Entscheidungen treffen kann, die meine Gesundheit, vielleicht mein Leben betreffen.

Nichteheliche Lebensgemeinschaften gibt es ja nicht nur bei jungen Menschen, die es erst einmal ausprobieren wollen. Vielfach tun sich auch ältere Menschen zusammen, geschiedene, verwitwete, langjährige Singles, die nun doch entdeckt haben, dass es schön sein kann, einen anderen Menschen ständig um sich zu haben und die im Alter nicht allein sein wollen. Da taucht dann natürlich auch der Gedanke an Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Tod auf und damit oft der Wunsch, für diese Fälle Vorsorge zu treffen

Die Möglichkeit dazu besteht in der Erteilung einer so genannten Altersvorsorgevollmacht. Man vermeidet damit, dass im Fall der Handlungsunfähigkeit der Staat in Form der Errichtung einer Betreuung eingreift. Dabei wird eine Person zum Betreuer, d.h. gesetzlichen Vertreter bestimmt, die einem unter Umständen ganz fremd ist. Das Betreuungsrecht sagt übrigens ausdrücklich, dass eine Vollmacht Vorrang vor einer Betreuung hat.